Barfuß und Schuhfrei

Gerade in der frühen Kindheit, in der sich die Fußstruktur noch ausbildet, ist das Thema (unpassende) Schuhe von großer Bedeutung für die Bewegungsentwicklung. Oftmals lässt sich beobachten, dass Kleinkinder, die gerade erst laufen lernen, in festen Schuhen Schwierigkeiten haben. Sie können zu starr sein, drücken, reiben, lassen dem Kinderfuß zu wenig (oder zu viel) Bewegungsspielraum. Daher will die Wahl von Kinderschuhen wohl überlegt sein. Es gibt natürlich Rahmenbedingungen und Strukturen, die das Tragen von Schuhen erforderlich macht, beispielsweise das Laufen auf Gehwegen bei Ausflügen. Innerhalb der Kita bietet der Ansatz des Barfußlaufens jedoch eine Vielzahl an positiven Aspekten.

Ein häufiges Vorurteil ist, dass Kinder vom Barfusslaufen krank werden. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Barfußlaufen fördert die natürliche Entwicklung der Füße und damit die gesamte Bewegungsentwicklung. Der Wechsel zwischen warmen und kühlen Reizen trainiert die Gefäße, regt die Durchblutung an und stärkt das Immunsystem. Kalte Füße sind kein Grund zur Sorge. Sie bedeuten nicht automatisch, dass ein Kind friert. Wichtig ist vielmehr, dass der restliche Körper, vor allem Beine und Oberkörper, gut geschützt und warmgehalten wird. Die Temperatur prüfen wir übrigens am besten im Nacken, nicht an den Füßen.

Natürlich achten wir im Kita-Alltag darauf, wann und wie lange Barfußlaufen sinnvoll ist. Bei kühleren Temperaturen ist das Barfußlaufen draußen zeitlich begrenzt oder findet drinnen statt. Doch auch dann dürfen die Kinder mit den Füßen unterschiedliche Reize erleben. Wir erleben immer wieder, wie sehr Kinder das Barfußlaufen genießen - sie fordern es oft von sich aus ein. Sie spüren die Welt mit ihren Füßen. Genau das ist ein Ausdruck von Selbstwahrnehmung, Freiheit und kindlicher Entdeckerfreude. Daher sind wir auch in den Räumen dazu übergegangen, dass wir die Kinder barfuß oder in Stoppersocken statt in festen Hausschuhe laufen zu lassen.

In diesem Sinne, so oft wie möglich: Schuhe aus - Welt an!

Mit allen Sinnen gesund genießen

Im Ernährungsprojekt lernen Kinder die Ernährungspyramide über das AOK-
Programm „Jolinchen Kids“ kennen. Der Fokus liegt auf der spielerischen
Vermittlung von fundiertem Ernährungswissen. Dabei entdecken die Kinder
Lebensmittel ganzheitlich mit allen fünf Sinnen. Sie fühlen die unterschiedlichen
Oberflächenstrukturen von Obst oder Gemüse. Beim Schmecken unterscheiden
sie intensiv zwischen süß, sauer, bitter und salzig. Zudem hören sie
Knuspergeräusche, sehen bunte Farben und riechen feine Aromen. Diese
sensorische Erfahrung fördert ein gesundes Essverhalten von klein auf. Die
Kinder begreifen, wie abwechslungsreich Nahrung ist. So verknüpfen sie
theoretisches Wissen direkt mit realen Alltagserfahrungen.

Ruhe-Inseln im Alltag – Wohlbefinden und Selbstregulation fördern

Im Quellenpark wird Entspannung ganzheitlich gelebt. Die Kinder
wählen flexibel zwischen ruhigen Angeboten wie dem Liegen im Ruheraum,
dem Hören von Entspannungsgeschichten, Vorlesezeiten oder kreativem
Malen. Diese gezielten Rückzugsmöglichkeiten fördern die sensorische
Integration, unterstützen die emotionale Selbstregulation und ermöglichen eine
kognitive Regeneration nach intensiven Spielphasen. Ergänzend dazu stärken
gezielte Bewegungsangebote das Körpergefühl. Durch den bewussten Wechsel
von Anspannung und Entspannung bauen die Kinder überschüssige Energie
effektiv ab und lösen körperliche Verspannungen. Dieses ausgewogene
Konzept schafft eine harmonische Balance im Kita-Alltag, die sowohl den Geist
zur Ruhe bringt als auch die motorische Entwicklung der Kinder optimal
unterstützt.

YoBaDo Kids – Prävention, Bewegung und Selbststärkung

Mit YoBaDo Kids bieten wir unseren Elementarkindern ein ganzheitliches Präventions-
und Gesundheitsangebot, das wir jährlich über Fördermitgliedschaften für unsere
Einrichtung einkaufen. Das Programm verbindet Bewegung, Achtsamkeit und soziale
Kompetenzen miteinander. Die Kinder lernen spielerisch, ihren Körper wahrzunehmen,
Gefühle auszudrücken, Grenzen zu erkennen und respektvoll miteinander umzugehen.
Durch kindgerechte Übungen werden Selbstvertrauen, Körperbewusstsein und ein
positives Miteinander gestärkt. YoBaDo Kids unterstützt die Kinder dabei, ihre eigenen
Stärken zu entdecken und wichtige Fähigkeiten für ihre persönliche Entwicklung
aufzubauen.

Mut tut gut – Kinder stärken, Selbstvertrauen entwickeln

Mit dem Präventionsprojekt „Mut tut gut“ bieten wir unseren Kindern ein sozial-emotional
stärkendes Angebot, das wir jährlich über Fördermitgliedschaften für unsere Einrichtung
einkaufen. Im letzten Kita-Jahr führt eine Trainerin das Programm mit unseren Kindern durch.
Dabei werden Selbstvertrauen, Resilienz, Gefühle, Grenzen und ein wertschätzender Umgang
miteinander spielerisch gefördert. Zusätzlich führen wir jährlich das speziell für unsere Kita
konzeptionell angepasste Angebot „Mini Mut“ für Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren durch. So
erhalten Kinder altersgerecht die Möglichkeit, ihre Stärken zu entdecken, Sicherheit zu entwickeln
und mutig ihren Weg zu gehen.